Vorbildlich in Führung gehen!

Neues BMAS-gefördertes Projekt stärkt Inklusion in der Arbeitswelt mit Vorbildern

Das Projekt „Vorbildlich in Führung gehen! Mit Role Models Inklusion in Arbeit stärken“ stellt Führungskräfte mit Behinderung als sichtbare Vorbilder in Unternehmen in den Mittelpunkt. Durchgeführt wird das Projekt von der Forschungsgruppe Arbeit und Berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln und der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW), Fachbereich Berufliche Rehabilitation mit Förderung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds.

Unterstützt wird das Projekt durch einen Beirat mit Vertreter*innen der Inklusion, Selbsthilfe, Wirtschaft, Rehabilitation und der Sozialpartner.

Worum geht es bei „Role Models“?

„Role Models“ untersucht das Potenzial von Führungskräften mit Behinderung als Vorbilder für betriebliche Inklusion und übersetzt wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Werkzeuge für Unternehmen. Ziel ist es, Unternehmen zu unterstützen, die Chancen der Inklusion systematisch zu nutzen und eine Kultur zu schaffen, in der Vielfalt selbstverständlich gelebt wird.

Im Zentrum steht die Frage, wie Führungskräfte mit Behinderung auf individueller Ebene, im Team und auf Organisationsebene wirksam werden können. Dazu werden sowohl wissenschaftliche Grundlagen erarbeitet als auch Tools entwickelt, die direkt in der Personal- und Organisationsentwicklung eingesetzt werden können.

Was ist ein Role Model im Kontext Arbeit?

Als Role Model wird eine Person verstanden, die für andere als Vorbild oder Inspiration. Im Berufsleben können Role Models erfolgreichen Umgang mit Herausforderungen, bestimmte Werte oder gewünschte Persönlichkeitsaspekte verkörpern und damit Orientierung für eigene Ziele geben.

Führungskräfte mit Behinderung können so zu besonders sichtbaren Vorbildern werden, weil sie beruflichen Erfolg und gelebte Inklusion verbinden. Sie signalisieren Bewerbenden und Beschäftigten, dass ein inklusives Klima tatsächlich gewollt ist und dass Teilhabe auch auf Führungspositionen möglich ist.

Wie stärkt das Projekt Inklusion in Unternehmen?

Das Projekt entwickelt ein wissenschaftlich fundiertes Rahmenmodell „Role Models für betriebliche Inklusion“, das beschreibt, wie Führungskräfte mit Behinderung in Unternehmen wirksam werden können. Darauf aufbauend entsteht eine Toolbox, mit der Unternehmen eine eigene Role-Model-Strategie planen, umsetzen und im Alltag verankern können.

Geplant sind außerdem Webinare, die Verantwortliche wie Personalabteilungen, Schwerbehindertenvertretungen oder Diversity-Beauftragte bei der Einführung entsprechender Maßnahmen unterstützen. Mittel- bis langfristig soll das Projekt zu inklusiveren Unternehmenskulturen, höheren Beschäftigungsquoten von Menschen mit Schwerbehinderung und zum Schließen bestehender Forschungslücken beitragen.

Quelle und weitere Informationen: Role Models